Presse und Musikerstimmen

geschrieben von Kevin D.

Faschistisch und Jugendgefährdend, nunja!

Als man mich heute morgen gebeten hat das ich mich damit auseinandersetzen solle fragte ich als erstes : Wollt Ihr mich verarschen ?

Sind wir nicht alle darüber hinweg, zu sagen, das Bands die nicht grade belanglosen Schlager oder sinnfreien Müll wie "Juligewitter" und "Silberregen" ; von sich geben alle BÖSE Faschos oder Punks sind ?!?! Ich dachte das hätten wir seit Rammstein überwunden ?

Nun, wir leben in einem sg. demokratischen und freiheitlichen Land und dem die Freiheit im Wort und lyrischer Äusserung angeblich ganz weit oben gehalten wird. Wirklich ernst, scheint das keiner zu meinen. Wenn man sich Centhrons Texte einmal genau anhört, wird man feststellen das selbige wenig Spielraum in Richtung einer Interpretation; sie seien rechtsgerichtet lassen. Aber wen interessiert das schon ? UUUUUH da kommt das Wort Dachau in den Texten vor , da werden böse Erinnerungen wach und rufen, nicht minder faschistische Sittenwächter auf den Plan die unter dem Deckmantel der Moral die Veröffentlichung eines solchen Werkes verhindern wollen. Versteht mich nicht falsch , als ex Antifaler glaube ich jedoch wirklich gut unterscheiden zu können was rechts ist, was so gemeint oder aber so interpretiert werden könnte. Nicht das man, wenn man Äpfel mt einem Steak vergleichen möchte,nicht doch irgendeinen Punkt der Gemeinsamkeit finden könne, jedoch ist es wohl so das noch immer Menschen in diesem Land Inhalte verbieten wollen ( das haben wir ja bei Adolf ganz gut gelernt ). Anstatt das solche Kleingeister ihren Hintern nach Potsdam bewegen um dort zu verhindern das echte NAZI Idioten einen afrikanischstämmigen Mitbürger zusammentrimmen sitzen sie mit ihrem fetten Arsch auf fetten Sesseln und meine IHRE Interpretation der Dinge sei die Ultima Ratio. Das Engstirnigkeit und Intoleranz der Nährboden für das sind, was diese Menschen zu verhindern meinen, das kommt ihnen natürlich in keinster Weise in den Sinn.Das diese bigotterie noch immer einen Nährboden in diesem Land findet ist eigentlich erschreckend und in seiner Grundtendenz deutlich faschistischer als die Texte der Centhronen es jemals sein können ! Urteilt selbst ! Ich sage nur : WAS für ein SCHWACHSINN. DAS KANN nur in Deutschland passieren.

Liebe Grüsse Kev

 

Artikel entnommen mit freundlicher Erlaubnis von Northern-Gothics.de
http://www.northern-gothics.de

CENTHRON
CD „Gottwerk“
VÖ: 24.04.2006 (VERSCHOBEN!)
13 Songs
Genre: EBM/Industrial
Label: Final Dusk Records
Infos: www.centhron.com
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Mit hartem Bass und der Ankündigung „We are CENTHRON – raise your fist!“ steigen die
Elektroniker aus dem Großraum Bremen mit ihrem Song „Einheit C“ sofort voll ein.
Technoide Hooklines, gepaart mit dreckigen Stilelementen des Industrial und der verzerrten
Voice-Line von Sänger Elmar verfehlen die geplante Wirkung nicht – es will getanzt
werden! Exzellent und vielschichtig gemastert, trifft dieser Track direkt ins elektronische
Rückenmark des Fans von EBM und Industrial. Dezent gesetzte Breaks mit hochgezüchteten
Chören im Background runden das Bild eines genialen Einstiegs in das „Gottwerk“ ab.
Über den zweiten Track „Gasman“, der doch sehr technolastig geraten ist, führt der
musikalische Weg zum ersten Anwärter auf das Prädikat ‚Tanzflächenfüller’: „A Tergo“.
Minimalistische Soundelemente leiten diesen Track ein, eine Computerstimme haut dem
Hörer die Strophen um die Ohren. Die Stärke des Songs liegt aber eindeutig in der
Verbindung zwischen Strophen und Refrain. Besser als in diesem Track kann die
Verbindung von EBM- und industrialtypischen Elementen kaum gelingen – Respekt!
Der stets nach Weisheit suchende Germanengott „Wotan“ (Odin) Stand mit seinem Namen
Pate für den folgenden Song, der zum ersten Mal die Stimme von Sängerin Melanie fordert
und zur Geltung bringt. Zunächst nur mit getragener Voice-Line im Background begibt sie
sich am Ende des Songs auf die Suche nach Gemeinsamkeiten... Ein zumindest ansatzweise
erkennbarer philosophischer Ansatz ist eben auch zu erkennen.
Das tanzwütige Volk nehme bitte Aufstellung auf dem Stammplatz auf der Tanzfläche, denn
jetzt marschiert die „Graue Front“! CENTHRON legen mit diesem Track ein perfektes Stück
tanzbarer Musik vor, das seinesgleichen sucht. Perfekt (!) arrangierte und in die (geniale!)
Melodie eingewobene Sounds, geshoutete Vocals in den Strophen und sanfte Clear-Vocals
im Refrain lassen keinen Stillstand zu... Marschiere, Volk! Marschiere! Thematisch haben
sich CENTHRON mit dem Ostfeldzug des zweiten Weltkriegs beschäftigt und mit Erfolg
etwas gegen das Vergessen von Kriegsgräueln und dem Leid der Soldaten in den
musikalischen Kosmos entsandt: „Ein trister Winter, umgeben vom Tod / steriler, blanker
Stahl / die Fahne hoch, die Glieder tot | im Graben lag er – tot / sein Blut gerann auf weißem
Schnee / eine Existenz erfriert / doch die graue Front marschiert...“. Man möge mir den
durchaus unüblichen Ausbruch an dieser Stelle verzeihen: SCHEIßE, IST DAS GEIL!!!
Krieg – ohnehin eines der Grundthemen CENTHRONscher Lyrics. Weit gefehlt aber der
Verdacht, man hätte es mit einem Abklatsch FUNKER VOGTs zu tun. Kann man letzteren
nach den vielen Jahren eine sich zusehends verstärkende Innovationsarmut bescheinigen,
gehen CENTHRON mit ihren Texten weiter ins Detail, faszinieren sie durch die Tatsache,
dass sich keine zwei Songs auf diesem Album gleichen. Hier wurde Wert auf
Vielschichtigkeit gelegt. Was ihnen im Hinblick auf die vielen Affinitäten der
Electroliebhaber sicherlich zum Vorteil gereicht. „Gottwerk“ bietet für jeden Geschmack
etwas und das teilweise innerhalb eines Songs. Plump anbiedernd an die Masse, um auch ja
jedem zu gefallen? Nein, sicher nicht – dafür sind die Tracks zu vielschichtig arrangiert. Den
schnellen Erfolg sucht man anders. Und das hat CENTHRON nicht nötig; weisen sie doch
ganz eigene Wege in der Musiklandschaft.
Und wieder einmal enthalte ich der geneigten Hörer- bzw. Leserschaft aus gutem Grunde
eine weitere Einzeltrackbesprechung vor. CENTHRON bieten insbesondere mit den noch
folgenden Tracks „Cen – Die Botschaft“ (übrigens ein wunderbares Tribut an :wumpscut:),
„Ich War So Frei“, dem titelgebenden „Gottwerk“ sowie „Sein... Zeit... Ende...“ einen
breiten Querschnitt durch ihr Können, das man sich selbst zu Gemüte führen sollte.